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Alpine Klassiker - Dolomiten

HISTORISCHE PFADE

Südtirolalpin Bergführer Südtirol

DOLOMITEN

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WEGE DER ERSTBESTEIGER

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Monte Pelmo mit Bergführer
1857
Sir John Ball

MONTE PELMO

Normalweg (II)

Der Monte Pelmo war der erste große Dolomitengipfel, der von einem Menschen erreicht wurde. Dank eines heute nach ihm benannten langen Felsbandes (Kletterstellen bis II-) gelangte Sir John Ball in das große kesselförmige Kar oberhalb des großen Felsriegels. Sein damaliger Begleiter, ein Gamsjäger, den er eigentlich als ortskundigen Führer dabei hatte verweigerte den Aufstieg entlang dieses Bandes. Überhaupt äußerst sich Ball in seiner Beschreibung nur abwärtend über seinen Begleiter, der angeblich alles versuchte um den Gipfelsieg zu gefährden. So erreichte John Ball, der im Boitetal gestartet war, über den damals noch vorhandenen Pelmogletscher den 3.168 Meter hohen Gipfel alleine und sollte eine goldene Ära bei der Besteigung weiterer Dolomitengipfel in den folgenden Jahren einleiten.

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Civetta mit Bergführer
1860
Simone de Silvestro

CIVETTA

Überschreitung (C)

Der Jäger Simone de Silvestro war zusammen mit weiteren Jagdkollegen, deren Namen jedoch nicht bekannt sind, der erste Mensch, der 1860 bewusst den höchsten Punkt der Civetta erreichte. Sie gelangten über die heute als Tivanweg bekannte Route, welche inzwischen auch der Normalweg und damit einfachste Anstieg auf den Gipfel ist, durch die Südostflanke des Berges. Ausgangspunkt für ihre Unternehmung war die Ortschaft Val di Zoldo. Inzwischen gibt es neben dem Normalweg auch einige wunderschöne Klettersteige, die eine Besteigung der Civetta für wesentlich mehr Menschen möglich machen. Zum Beispiel die Ferrata degli Alleghesi oder die Ferrata Tissi.

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Antelao mit Bergführer
1863
Paul Grohmann

ANTELAO

Normalweg (II)

Nachdem Paul Grohmann zu Ohren gekommen war, dass ein gewisser Matteo Ossi bereits 1850 den Gipfel des Antelao erreicht haben soll, engagiert er diesen kurzum als Führer um diesen Formschönen Gipfel ebenfalls zu erreichen. In seinem 1877 erschienenen Buch "Wanderungen in den Dolomiten" drückt er sich zu dieser Besteigung folgendermaßen aus: Matteo Ossi erklärte sich bereit, mitzugehen, kam aber irgendwann ins Sinnieren, suchte Ausreden, erklärte sich verstiegen zu haben – kurzum er fand den Weg nicht mehr. Aber meine tapferen Ampezzaner Führer fanden sofort den richtigen Weg. Wir betraten um 11.45 den Gipfel des Antelao, und ich glaube sagen zu dürfen, dass wir auf einer noch nicht betretenen Spitze standen.”

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Tofana mit Bergführer
1864
Paul Grohmann, Franceso Lacedelli, Angelo Dimai, Santo Siorpaes

TOFANA DI ROZES

Überschreitung (C)

Die Erstbesteigung gelang am 29. August 1864 Paul Grohmann mit den Einheimischen Francesco Lacedelli, Angelo Dimai und Santo Siorpaes. Grohmann und Lacedelli hatten im Jahr zuvor bereits die Tofana di Mezzo erstbestiegen. Ähnlich wie bei deren Erschließung wählten sie den Anstieg aus der Forcella Fontananegra über die Nordostflanke, den heutigen Normalweg. Grohmanns beschreibung vom Gipfel damals: „Ich bin kein Freund davon zur Schilderung einer Aussicht zahllose Bergspitzen herzuzählen, und unterlasse dieses auch hier, unvergesslich aber bleibt mir ein Detailbild der Rundsicht: die furchtbaren Schrofen der beiden anderen Tofanaspitzen in nächster Nähe, und zwischen diesen blickt weiter hinten der Gaisl vor, die Croda rossa der Ampezzaner; nur der oberste Theil, aber dieser blutroth, ein seltsamer Contrast gegen die grauen Kalkwände der Tofana!“

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Sorapis mit Bergführer
1864
Paul Grohmann, Franceso Lacedelli, Angelo Dimai

PUNTA SORAPIS

Südostflanke (III)

Nach bereits zwei gescheiterten Anläufen, die sie wetterbedingt abbrechen mussten, gelang Paul Grohmann zusammen mit Franceso Lacedelli sowie Angelo Dimai die Erstbesteigung der Punta Sorapis. Sie erreichten den Gipfel am 16. September 1864 von Westen aus über das Vallon  del Banco und die Fopa di Matiak, indem sie durch einen schrägen Riss an der Westflanke der Fopa di Matia krochen. Sie stiegen anschließend über den heute üblichen Normalweg ab, wobei sie zum ersten Mal in den Dolomiten abseilten. Laut Erzählungen ernannte Paul Gromann beim Erreichen des Gipfels und dem atemberaubenden Anblick auf die umliegenden Ampezzaner Dolomiten Franceso Lacedelli zum ersten Bergführer dieses Gebiets.

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Marmolada mit Bergführer
1864
Paul Grohmann, Angelo Dimai, Fulgenzio Dimai

MARMOLADA

Normalweg (A)

Bereits 1802 sollen drei Priester (Don Giovanni Costadedòi, Don Giuseppe Terza, Don Tommaso Pezzei), ein Chirurg (Hauser) und ein bischöflicher Richter (Peristi) vom Passo Fedaia aus den Höhenkamm bei der Punta di Rocca erreicht haben. Eine weitere Gruppe 1852. Beide erreichten jedoch nicht den höchsten Punkt. Auch die angebliche Besteigung John Balls 1860 wurde durch Paul Grohmann widerlegt, der den höchsten Punkt der Punta Rocca nachweislich 1862 erreicht hat. Am 28. September 1864 schließlich gelingt ihm zusammen mit Angelo und Fulgenzio Dimai die Erstbesteigung der um 35 Meter höheren Punta Penia und damit dem höchsten Punkt der Königin der Dolomiten.

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Monte Cristallo mit Bergführer
1865
Paul Grohmann, Angelo Dimai, Santo Siorpaes

MONTE CRISTALLO

Normalweg (II)

Viel ist nicht zu finden über die Erstbesteigung des Monte Cristallo. Überliefert ist jedoch, dass Paul Grohmann zusammen mit Angelo Dimai sowie Santo Siorpaes den Gipfel als erste am 14. September 1865 erreichten. Welche Route sie für die Besteigung des höchsten Gipfels der Cristallogruppe wählten konnte ich nicht herausfinden. Wahrscheinlich jedoch auch in etwa entlang des heutigen Normalweges an der Südostwand sowie über den Südgrat, der eine maximale Kletterschwierigkeit bis zum II. UIAA Grad aufweist.

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1865
Giuseppe Loss

CIMA TOSA

Normalweg (II+) - Ostflanke

Die Cima Tosa war der erste große Gipfel, der überhaupt in der Brenta bestiegen wurde. Am 20. Juli 1865 erreichte Giuseppe Loss aus dem Dorf Primiero im Trentino mit 5 weiteren nicht bekannten Bergkameraden den Gipfel. Sie näherten sich dem Berg von Val d´Ambiez aus und stiegen über die Malga Prato, Forcolotta di Noghera, Pozza Tramonana und der Vedretta della Tosa dem Fuß der Cima Tosa. Im Anschluss kletterten sie über denselben Kamin, der auch heute noch als einfachster Anstieg auf den (mittlerweile) zweithöchsten Gipfel der Brenta Dolomiten gilt, empor. Damals war es noch die höchste Erhebung in der Brenta (damals 3.173mt.). Nach dem Abschmelzen der Eiskappe ist nun die Cima Brenta etwas höher.

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Große Zinne mit Bergführer
1869
Paul Grohmann, Franz Innerkofler, Peter Salcher

GROSSE ZINNE

Normalweg (III+)

Das Jahr 1869 sollte das Jahr des Paul Grohmann werden. Nachdem ihm in diesem Jahr bereits die Erstbesteigung des Langkofel und der Dreischusterspitze gelungen war, folgte als Highlight am 21. August die Große Zinne. Über die auch heute noch am häufigsten bestigene Route des Normalwegs führte Franz Innerkofler, der bereits zuvor Erkundungen durchgeführt hatte, die Gruppe in weniger als 3 Stunden auf den Gipfel. Grohmann hatte die 3 Zinnen vorab umrundet und beim Anblick der Nordwand sagte er damals: "Hier an diesen Abstürzen, an diesen wirklich senkrechten Steilwänden, da kommt wohl nur ein Vogel rauf". 

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Langkofel mit Bergführer
1869
Paul Grohmann

LANGKOFEL

Normalweg (III)

Dem Wiener Alpinisten Paul Grohmann gelang es am 13. August 1869 eine Route hinauf auf den Gipfel des Langkofel zu finden. Seine Linie, die von den Cunfinböden aus ins Langkofelkar  und von dort aus weiter über eine steinschlaggefährdete Rinne in das Amphitheater führt, wird im unteren Teil heute nicht mehr geklettert. Der obere Teil der Route ab dem Amphitheater bis hinauf zum Gipfel verläuft noch in etwa entlang der originalen Route. Im unteren Teil wird über das Fassaner Band, vorbei am Gletscher und der Eisrinne geklettert.

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Dreischusterspitze mit Bergführer
1869
Paul Grohmann, Franz Innerkofler, Peter Salcher

DREISCHUSTERSPITZE

Normalweg (III)

Im gleichen Jahr wie der Erstbesteigung des Langkofels gelang Paul Grohmann am 18. Juli 1869 zusammen mit den Führern Franz Innerkofler und Peter Salcher etwa einen Monat vorher die "Eroberung" der Dreischusterspitze. Die Dreierseilschaft biwakierte etwa 1 1/2 Stunden oberhalb von Sexten und gelangte anschließend in rund 5 Stunden hinauf auf den Gipfel. Eine beachtliche Leistung, denn die Route folgt auch heute noch ihren Spuren und man muss sich ordentlich ins Zeug legen um nicht mehr Zeit zu benötigen als die Pioniere vor über 100 Jahren.

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1870
Johann Baptist Vinatzer

FURCHETTA

Normalweg (III-)

Die Erstbesteigung erfolgte bereits 1870, als der Grödner Jäger Johann Baptist Vinatzer im Alleingang auf den Gipfel der Großen Furchetta stieg. Vinatzer wurde später auch Bergführer. Die offizielle Erstbesteigung wurde dann erst 10 Jahre später von Johann Santner am 3. September 1880 ausgeführt. Berüchtigt sind auch die Besteigungsversuche an der Furchetta Nordwand, wo zunächst die beiden Top Kletterer der damaligen Zeit Hans Dülfer und Luis Trenker 1914 scheiterten. Erst 1925 gelang Emil Solleder und Fritz Wiesner die erste Durchsteigung dieser Wand.

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Piz Popena mit Bergführer
1870
Edward Whitwell, Christian Lauener und Santo Siorpaes

PIZ POPENA

Südgrat (IV)

Am 16. Juni 1870 gelang dem Engländer Edward R. Whitewell zusammen mit dem Schweizer Christian Lauener sowie dem einheimischen Bergführer Santo Siorpaes die Erstbesteigung dieses Gipfels. Damals galt der Gipfel des Piz Popena sogar als höchste Erhebung des Cristallomassivs. Der Anstieg über den Südgrat (Via Inglese) gelang am 4. August den Briten S. Phillimore und A. G. S. Raynor mit den drei Führern Antonio Dimai, Michael Innerkofler jr. sowie Zaccaria Pompanin.

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Hohe Gaisl mit Bergführer
1870
Edward Whitwell, Christian Lauener und Santo Siorpaes

HOHE GAISL

Innerkofler (IV)

Bereits 1865 hat Paul Grohmann zusammen mit Angelo Pizzo und Fulgentio Dimai den Gipfel über die Nordwestroute nur knapp verfehlt. Die aus technischer Sicht zwar einfachste Linie verläuft jedoch über ein steiles und brüchigres Becken aus Tongesteinen und rötlichem Fels und wird heute nicht mehr begangen. Am 20. Juni 1870 gelang es Whitewell mit den Bergführern Siorpaes und Laneuer den Hauptgipfel zu erreichen. Heute gilt die Route von Michl Innerkofler, die er 1882 zusammen mit J. von Schlögel Ehrenkreuz durch die Ostwand eröffnet hat als Normalweg.

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1870
Edward Whitwell, Christian Lauener und Santo Siorpaes

CIMON DELLA PALA

Normalweg (III+)

Paul Grohmann wagte bereits 1869 einen ersten Versuch, den Cimon della Pala über die Ostflanke zu besteigen. Auch der zweite Versuch 1870 durch die Engländer E. R. Whitwell und F. F. Tuckett scheiterte ebenfalls. Beide an derselben Stelle. Dort wo heute ein Drahtseil den Aufstieg erleichtert. Whitwell versuchte es dann im selben Jahr nochmal. Diesmal gemeinsam mit Christian Lauener und Santo Siorpaes. Sie überkletterten an jenem Tag mehrere Nebenspitzen, bevor sie dann auch die höchste Spitze ausfindig machen konnte und sich die Erstbesteigung des Cimon della Pala sicherten.

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Zwölferkofel mit Bergführer
1874
Johann Innerkofler, Michel Innerkofler

ZWÖLFERKOFEL

Normalweg (IV)

Die Erstbesteigung des Zwölferkofels gelang den einheimischen Bergführern Johann und Michel Innerkofler am 28. September 1874 durch die sogenannte Eisrinne zwischen Mittlerem und Hohem Zwölfer. Der heute Normalweg folgt nicht mehr ihren Spuren. Die Eisrinne ist weitgehend abgeschmolzen und meist nur noch eine unangenehme Geröllhalde. Heute wird links der Rinne im Fels geklettert. Eine Route im III. Schwierigkeitsgrad nach UIAA, die von Johann und Michel Innerkofler mit J. Reichl und M. Simon am 6. September 1887 erstbegangen wurde. 

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Pflerscher Tribulaun mit Bergführer
1874
Johann Grill, G. Hofmann, N. Winhart

TRIBULAUN

Normalweg (III)

Aus dem Jahre 1869 sind erste Besteigungsversuche durch englische Bergsteiger mit Hilfe von Schweizer Führern dokumentiert. Diese scheiterten jedoch ausnahmslos und so wurde der Pflerscher Tribulaun für unbesteigbar erklärt. Am 21. September 1872 erreichte jedoch Heinrich Waltzenbauer mit seinem Führer G. Pittracher den Ostgipfel. 1874 schließlich gelang Johann Grill mit den Münchner Touristen G. Hofmann und N. Winhart die Besteigung der Hauptgipfels von Gschnitz aus über den heutigen Normalweg, wobei Grill und Hofmann barfuß kletterten. Ein Jahr später wurde der Berg erstmals von Pflersch aus erstiegen und damit der bis heute beliebteste Anstieg erschlossen. 

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1874
Charles Comyns Tucker, T. H. Carson, Francois Devouassoud

ROSENGARTENSPITZE

Normalweg (III+)

Über das genaue Datum der Erstbesteigung der Rosengartenspitze gibt es verschiedene Aufzeichnungen. Offiziell erfolgte diese am 31. August 1874, andere Quellen erwähnen auch das Jahr 1873. Dass es die Engländer Tucker und Carson gemeinsam mit ihrem Bergführer Devouassoud waren ist dagegen gesichert. Ihr Aufstieg erfolge auf dem heute noch üblichen Normalweg vom "Gartl" über die Westflanke und anschließend über dem Nordgrat zum Gipfel. Noch zwei weitere Male wurde an der Rosengartenspitze danach Alpingeschichte geschrieben: Zum einen war en es Antonio Dimai und Luigi Rizzi 1896 mit ihrer Route durch die 600 Meter hohe Ostwand sowie die direkte Route von Paula Wiesinger gemeinsam mit Hans Steger 1929 vom tiefsten Punkt der Ostwand ausgehend in direkter Falllinie des Gipfel. Ihre Route ("Steger") ist heute einer der größten Klassiker in den Dolomiten.

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1875
Beacheroff, Tucker, Della Santa, Devouassoud

SASS MAOR

Normalweg (IV)

Zu viert erreichten die englischen Bergsteiger H. A. Beachcroft und Charles Comyns Tucker gemeinsam mit Giovanni Battista Della Santa und François Devouassoud am 4. September 1875 als erste den Gipfel des Sass Maor. Die Erstbesteigung erfolgte an der NW-Seite in die Scharte zwischen Sass Maor und Cima della Madonna und führte im oberen Verlauf auf der Südseite dieser imposanten Felsgestalt bis auf den höchsten Punkt. Auch heute noch ist diese Route der Erstbesteiger (immerhin im IV. Schwierigkeitsgrad) der einfachste "Normalweg" auf einen der eindrucksvollsten und bedeutendsten Gipfel der Pala Gruppe und der gesamten Dolomiten.

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Westliche Zinne mit Bergführer
1879
Michel Innerkofler, Georg Ploner

WESTLICHE ZINNE

Normalweg (III+)

Die Westliche Zinne galt durch ihre geringere Höhe als weniger erstrebenswertes Ziel als ihr größerer Nachbar. So kam es, dass erst 10 Jahre nach der Erstbegehung an der großen Zinne die beiden Alpinisten Luigi Orsolina und Gustav Gröger einen Versuch unternahmen. Im August 1879 kamen sie bis zu einem Felszacken in der Südflanke, den sie im Nebel irrtümlicherweise für den Gipfel hielten. Wenige Tage später, am 21. August desselben Jahres, konnten Michel Innerkofler, ein Vetter von Franz Innerkofler, sowie Georg Ploner, Wirt in Schluderbach, den höchsten Punkt erreichen und den Irrtum aufklären. Heute ist die westliche Zinne ein ganz großen Dolomitenklassiker.

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1879
Loránd Eötvös, Michel Innerkofler, F. Happacher

EINSERKOFEL

Normalweg (III-)

Viel findet sich nicht über die Erstbesteigung des Einserkoferls. Lediglich die Tatsache, dass die beiden Bergführer Michael Innerkofler sowie Franz Happacher gemeinsam mit Loránd Eötvös am 26. Juli 1879 den Gipfel über die Südflanke erreichten. Ihre Route gilt auch heute noch als Normalweg und einfachster Anstieg auf diesen abenteuerlichen und kühnen Gipfel der Sextner Sonnenuhr. Doch auch an der Nordwand des Einserkofel wurde mehrmals mit kühnen Routen Alpingeschichte geschrieben.

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Kleine Zinne mit Bergführer
1881
Michel Innerkofler, Hans Innerkofler

KLEINE ZINNE

Normalweg (IV)

Die Kleine Zinne galt wegen ihrer steilen Wände lange als unbezwingbar. Erste versuche von Dima und Ißler 1878, sowie Siorpaes und Grünwald 1881 über die Nordwand scheiterten. Am 25. Juli 1881 sollten die Führer Michel und Hans Innerkofler den Wiener Josef von Schlögel Ehrenburg auf die Kleine Zinne führen, ließen ihn jedoch am Einstieg zurück und erreichten den Gipfel über die Südwestseite. Sie benötigten lediglich eineinhalb Stunden um diesen Alpinklassiker zu durchsteigen. Heute wird laut Führerliteratur eine Zeit von zwei bis drei Stunden veranschlagt. Ihre Besteigung galt als bis dahin schwierigste Kletterei und war ein Meilenstein in der Entwicklung des Kletterns.

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1899
Otto Ampferer, Wilhelm Hammer, Karl Berger

ERSTER SELLATURM

Normalweg (III)

Obwohl man denken könnte, dass diese Türmchen als einige von schier endlos vielen Zacken und Zinnen in diesem gewaltigen Sellastock kaum auffallen, so sind es doch die markantesten und beliebtesten Ziele für Kletterer im gesamten Massiv. Eine super Felsqualität, die gute Erreichbarkeit dank kurzem Zustieg vom Sellajoch aus, die sonnige Lage, welche es selbst im Winter erlaubt in diesen Südwänden zu klettern sowie das traumhafte Ambiente sind nur einige der Gründe, warum das so ist. Auf jeden Fall ein lohnendes Ziel für alle, die in den Dolomiten zu Besuch sind. Der Normalweg auf den ersten Sellaturm wird gerne mit dem zweiten Sellaturm kombiniert. Die Schwierigkeiten sind ähnlich moderat, die Kletterpassagen kurzweilig und das Gelände ist abwechslungsreich. 

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DOLOMITEN BERGFÜHRER
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Brunner Andreas - Südtirolalpin

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