
1865
3.136 mt.
Giuseppe Loss
CIMA TOSA
Ostflanke - Kaminführe (II+)

Südtirolalpin
Staatl. geprüfte Berg- und Skiführer IVBV
Verband der Südtiroler Berg- und Skiführer
Mail suedtirolalpin@gmail.com

Preise ab
390,- €
DER BERG
Ein großer, rauer Dolomitengipfel im Herzen der Brenta, für alle, die besondere und abenteuerliche Anstiege lieben.
· Schwierigkeit II+ · 2 Tage
Einst war die Cima Tosa die höchste Erhebung in der Brenta im Trentino, nördlich des Gardasees. Heute ist sie aufgrund der Klimaerwärmung um rund 40 Meter geschrumpft. Bis in die 2000er-Jahre wurde die Höhe noch mit 3.173 Metern angegeben. Die radikale Erwärmung seitdem hat ihre Eiskappe jedoch stark abschmelzen lassen. So konnte die benachbarte Cima Brenta die Rolle der Königin der Brenta einnehmen und ist nun der höchste Gipfel dieser Region. Nichtsdestotrotz ist die Cima Tosa ein wunderbarer Dolomitengipfel. Vor allem vom Rifugio Brentei aus präsentiert sie sich als grandiose Felsgestalt mit langen alpinen Klassikern für Kletterer und abweisenden Felswänden. Und auch für Extremskifahrer hat die Cima Tosa mit dem „Canalone Nero“ eines der spektakulärsten Couloirs in den Dolomiten zu bieten. Ein Traumberg inmitten einer der schönsten Dolomitenregionen und ein Muss für alle, die solche besonderen und abenteuerlichen Dolomitenanstiege lieben. Gerade der Normalweg hat noch diesen ursprünglichen Charakter, den man in den viel besuchten Dolomiten nicht mehr überall findet.
DIE TOUR
Die Cima Tosa über den Normalweg durch die Ostflanke ist eine richtig schöne, ursprüngliche Tour in den Brenta-Dolomiten. Man nähert sich dem Berg aus Nordwesten, also von seiner wohl spektakulärsten Seite, und kommt schon beim Hüttenzustieg zum Rifugio Pedrotti tief hinein ins Herz der Brenta. Vorbei an bekannten Felsgestalten wie dem Campanile Basso oder dem Crozzon di Brenta wird schnell klar, warum diese Gegend für viele zu den wildesten Dolomiten überhaupt gehört. Über die Bocca di Brenta erreicht man das Rifugio Pedrotti. Der eigentliche Gipfelanstieg auf die Cima Tosa verläuft dann von Südosten und ist über weite Strecken nicht schwierig, meist in einfachem Gelände. Doch ein senkrechtes, von zwei abweisenden Kaminen durchzogenes Band gibt diesem Gipfel dann doch ein wildes und ernstes Gesicht. Für viele normale Brenta-Besucher ist genau das die Hürde. So hat man auf dieser Tour in der sonst recht gut besuchten Brenta meist seine Ruhe. Aufgrund der dürftigen Absicherung sowie des nötigen Wissens in Sachen Seiltechnik und Abseilen machen viele einen großen Bogen um den Gipfel. Ein Glück für alle, die gerne auf wunderbare Dolomitengipfel steigen und genau diese Art von abenteuerlichen und ursprünglichen Routen suchen.
INFOS
Leistungen
Im Preis inbegriffen:
- Gesamte Organisation und Führung durch einen staatlich geprüften Bergführer
- Alle erforderlichen Reservierungen werden vorab gemacht
Zusatzkosten für die Teilnehmer:
- Transfer vom und zum Treffpunkt
- Individuelle Trinkgelder
* Leihausrüstung (10,-€ pro Ausrüstungsgegenstand)
Fakten
Ort:
Brenta Dolomiten
Beste Jahreszeit:
Juli - September
Dauer:
1 Tag
Treffpunkt:
esinella Hütte - Madonna di Campiglio
Anforderungen
Sicherheitsrelevant
Trittsicherheit
Genussrelevant
- Kondition für 1.800 Höhenmeter
- Schwindelfreiheit
PREIS
Teilnehmer:
1-2 Personen
Preis:
1 Person:
2 Personen:
650,- €
390,- €
Falls du Fragen hast oder weitere Infos benötigst, kannst du das im Kommentarfeld des Anfrageformulars dazuschreiben.
Vor deiner Anfrage: Bitte lies dir die "wichtigen Informationen" zu Risiken beim Bergsteigen sorgfältig durch.
Termine:
auf Anfrage
PROGRAMM
Tag 1: Zustieg zur Hütte
Der Parkplatz für den Hüttenzustieg befindet sich an der Vallesinella Hütte etwas oberhalb von Madonna di Campiglio. In Stoßzeiten ist der Parkplatz oft voll, und man kann nicht mehr hochfahren – deshalb am besten früh genug anreisen. Vom Parkplatz gelangt man über den Bogani-Weg (Nr. 318) vorbei an der Brentei Hütte zur Bocca di Brenta. Hier liegt oft lange Schnee, und man findet leicht ausgesetzte, aber gesicherte Stellen vor. Dahinter erreicht man über ein schönes Band das Rifugio Pedrotti. Der Zustieg dauert ca. 3:30 Stunden.
Gehzeit: 3,5 H | ↑ 1.000 HM | ↓ 50 HM
⌂ Rifugio Pedrotti (2.491 m)
Tag 2: Gipfelanstieg Cima Tosa
Am nächsten Morgen treffen wir uns auf der Hütte. Nach dem Frühstück nehmen wir den Aufstieg zur Cima Tosa gemeinsam in Angriff. Der Großteil des Weges ist nicht schwierig und verlangt lediglich Kletterei im I. Schwierigkeitsgrad sowie Trittsicherheit. Doch ein senkrechtes Felsband verhindert, dass der Anstieg ein einfaches Unterfangen bleibt. Zwei abweisende Kamine führen durch das Band. Genau das macht den Gipfel in der sonst sehr beliebten Brenta ein wenig ruhiger und ursprünglicher. Im Abstieg wird über dieses Felsband auch wieder abgeseilt. Danach geht es zurück zum Rifugio Pedrotti und weiter hinunter zum Parkplatz in Vallesinella.
Gesamtzeit: ↑ 650 HM | ↓ 1.650 HM | Schwierigkeit: II+
Die Geschichte der Erstbesteigung
Die Cima Tosa war der erste große Gipfel, der überhaupt in der Brenta bestiegen wurde. Am 20. Juli 1865 erreichte Giuseppe Loss aus dem Dorf Primiero im Trentino mit 5 weiteren nicht bekannten Bergkameraden den Gipfel. Sie näherten sich dem Berg von Val d´Ambiez aus und stiegen über die Malga Prato, Forcolotta di Noghera, Pozza Tramonana und der Vedretta della Tosa dem Fuß der Cima Tosa. Im Anschluss kletterten sie über denselben Kamin, der auch heute noch als einfachster Anstieg auf den (mittlerweile) zweithöchsten Gipfel der Brenta Dolomiten gilt, empor. Damals war es noch die höchste Erhebung in der Brenta (damals 3.173mt.). Nach dem Abschmelzen der Eiskappe ist nun die Cima Brenta etwas höher.
HÄUFIGE FRAGEN (FAQ´s)
Wie anspruchsvoll ist der Normalweg auf die Cima Tosa?
Die Tour ist technisch kein Spaziergang. Der Großteil verläuft in einfachem Gelände, entscheidend sind aber die Kletterstellen bis II+, die beiden Kamine und das Abseilen im Abstieg. Wenn Du trittsicher bist und schon etwas Klettererfahrung mitbringst, passt das meist gut.
Wo treffen wir uns für die Tour?
Am ersten Tag steigst Du selbstständig zum Rifugio Pedrotti auf. Dort treffen wir uns am nächsten Morgen auf der Hütte und starten gemeinsam zum Gipfel der Cima Tosa. So bleibt der Ablauf entspannt, und wir sind für den Gipfeltag direkt im richtigen Gelände.
Was muss ich an Ausrüstung mitbringen?
Die genaue Packliste bekommst Du mit der Bestätigungsmail. Wichtig sind vor allem passende Bergschuhe und Kleidung für eine lange alpine Tour. Technische Ausrüstung kann bei den Südtiroler Bergführern gegen eine kleine Abnutzungsgebühr geliehen werden.

