
1870
3.152 mt.
Edward R. Whitewell, Christian Lauener, Santo Siorpaes
PIZ POPENA
Südgrat (IV)

Südtirolalpin
Staatl. geprüfte Berg- und Skiführer IVBV
Verband der Südtiroler Berg- und Skiführer
Mail suedtirolalpin@gmail.com

Preise ab
700,- €
DER BERG
Der Piz Popena im Cristallomassiv ist so ein Dolomitengipfel, den kaum jemand auf dem Zettel hat – und genau das macht seinen Südgrat so besonders.
3.152 m · Schwierigkeit IV · 11 H · Cristallogruppe
Der Piz Popena im Cristallomassiv ist ein echter Geheimtipp. Einer der exklusivsten Dolomitengipfel überhaupt. Trotz seiner beachtlichen Höhe und seiner wunderschönen Form wird er nur sehr selten bestiegen.
Dabei hat der Südgrat (Via Inglese) durchweg wunderbaren Fels und großartige Kletterei in einem absolut einmaligen Ambiente zu bieten. Wer die Dolomiten von ihrer schönsten Seite kennenlernen möchte, für den ist diese Tour genau das Richtige. Ein Gipfel, von dem aus selbst die Drei Zinnen nebenan nur noch klein aussehen.
DIE TOUR
Der Piz Popena über den Südgrat ist eine der stilleren großen Touren in den Dolomiten – kein Modeberg, kein Gipfel für die schnelle Sammlung, sondern eine lange, ernste und richtig schöne Klettertour in der Cristallogruppe.
Der Anstieg über den Südgrat erfolgt vom Passo Tre Croci aus. Es geht zunächst durch Latschen über einen angenehmen Weg empor, bis das große Schotterfeld zwischen Cristallo und Piz Popena erreicht wird. Über Pfadspuren geht es weiter bis zum Einstieg an einer Rampe, die zum eigentlichen Grat führt. Ab hier beginnt eine traumhaft schöne Kletterei auf bombenfestem Fels über mehrere große Türme hinweg. Die Schwierigkeit bewegt sich meist im II.-III. Grad mit zwei kurzen Stellen im IV. Grad.
Absolut begeisternde Kletterei mit starken Tiefblicken. Vom Einstieg bis zum Gipfel sind es insgesamt 600 Höhenmeter, die man kletternd am Grat zurücklegt. Dementsprechend lang ist diese Tour. Der sehr komplexe Abstieg über den Normalweg erfordert noch einmal volle Konzentration und macht diesen Anstieg zu einer komplett tagesfüllenden Tour. Nicht selten werden auch Steigeisen und Pickel beim Abstieg benötigt, was alpine Erfahrung voraussetzt. Man wird dafür jedoch mit einem sehr exklusiven Traumgipfel belohnt.
INFOS
Leistungen
Im Preis inbegriffen:
- Gesamte Organisation und Führung durch einen staatlich geprüften Bergführer
Zusatzkosten für die Teilnehmer:
- Transfers vom und zum Treffpunkt
- Individuelle Trinkgelder
* Leihausrüstung (10,-€ pro Ausrüstungsgegenstand)
Fakten
Ort:
Cristallo Massiv
Beste Jahreszeit:
Mitte Juli - September
Dauer:
1 Tag
Treffpunkt:
Passo Tre Croci
Anforderungen
Sicherheisrelevant
- Klettern im III-IV. Grad
- Trittsicherheit auch auf losem Geröll
Genussrelevant
- Schwindelfreiheit
- Sehr gute Kondition für einen langen Klettertag mit anstrengendem Auf- und Abstieg (Tourendauer 11-12 Stunden!)
PREIS
Teilnehmer:
1 Person
Preis:
1 Person:
700,- €
Falls du Fragen hast oder weitere Infos benötigst, kannst du das im Kommentarfeld des Anfrageformulars dazuschreiben.
Vor deiner Anfrage: Bitte lies dir die "wichtigen Informationen" zu Risiken beim Bergsteigen sorgfältig durch.
Termine:
auf Anfrage
PROGRAMM
Tag 1: Südgrat auf den Piz Popena
Wir treffen uns am Passo Tre Croci, wo wir unsere Ausrüstung kurz checken und dann früh aufbrechen. Wir folgen dem guten Weg, bis wir die großen Schotterfelder erreichen, die von der Cristalloscharte Richtung Süden herunterziehen. Bald orientieren wir uns nach rechts zur Einstiegsrampe. Der Südgrat des Piz Popena ist bereits bestens sichtbar. Wir folgen der Rampe weglos bis zum Grat.
Ab hier beginnt die begeisternde und, von der Wegfindung her, zum Teil recht komplexe Kletterei am Südgrat mit Stellen bis zum IV. Grad. Wir klettern in der wärmenden Sonne auf wunderbarem Fels und genießen ein exklusives Klettererlebnis, bei dem wir zügig an Höhe gewinnen. Am Gipfel wartet ein riesiges Panorama auf den benachbarten Monte Cristallo, die Hohe Gaisl und die gesamte Prominenz der Dolomiten. Auch die von hier oben klein wirkenden Drei Zinnen sowie Tofana, Sorapiss, Antelao und Monte Pelmo stehen in der ersten Reihe.
Der komplexe Abstieg über den Normalweg erfordert noch einmal unsere volle Aufmerksamkeit. Nach gut 11 Stunden erreichen wir wieder den Passo Tre Croci, wo unser Auto steht. In der Tasche: einer der am seltensten bestiegenen Gipfel der Dolomiten über eine absolut traumhafte Route. Eine Tour, die sich im Tourenbuch mehr als sehen lassen kann.
Gesamtzeit: 11 H | ↑ 1.350 HM | ↓ 1.350 HM | Schwierigkeit: IV
Die Geschichte der Erstbesteigung
Am 16. Juni 1870 gelang dem Engländer Edward R. Whitewell zusammen mit dem Schweizer Christian Lauener sowie dem einheimischen Bergführer Santo Siorpaes die Erstbesteigung dieses Gipfels. Damals galt der Gipfel des Piz Popena sogar als höchste Erhebung des Cristallomassivs. Doch bereits Paul Grohmann sowie der deutsche Geograph Gottfried Merzbach stellten 1877 fest, dass diese erste Vermessung nicht stimmen konnte. Tatsächlich gelang W. Eckerth 1886 eine erste genauere Vermessung, wo der Nachbargipfel Monte Cristallo 69 Meter höher ausfiel. Der Anstieg über den Südgrat (Via Inglese) gelang am 4. August den Briten S. Phillimore und A. G. S. Raynor mit den drei Führern Antonio Dimai, Michael Innerkofler jr. sowie Zaccaria Pompanin. Erst 1981 bargen Mitglieder des CAI ein historisches Gipfelbuch vom Piz Popena, mit Einträgen von Angelo Dibona, Emilio Comici oder Ettore Castiglioni.

HÄUFIGE FRAGEN (FAQ´s)
Für wen ist der Südgrat am Piz Popena geeignet?
Die Tour ist ideal für trittsichere und ausdauernde Bergsteiger mit guter Klettererfahrung im alpinen Gelände. Der Südgrat ist lang, die Wegfindung stellenweise komplex und auch der Abstieg verlangt volle Konzentration.
Was sollte ich für die Tour dabei haben?
Wichtig sind vor allem passende Bergschuhe und Kleidung für einen langen Tag in hochalpinem Gelände. Die genaue Packliste bekommst Du mit der Bestätigungsmail. Technische Ausrüstung kann beim Südtiroler Bergführer gegen eine kleine Abnutzungsgebühr geliehen werden.
Wie lang ist die Tour auf den Piz Popena?
Die Tour ist eine echte tagfüllende Unternehmung und dauert insgesamt rund 11 Stunden. Neben der Kletterei am Grat braucht vor allem der komplexe Abstieg noch einmal Zeit und Aufmerksamkeit.



















