1874
3.097 mt.
Johann Grill, G. Hofmann, N. Winhart

TRIBULAUN

Normalweg (III)

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300,- €

ab

Der Berg

Der Pflerscher Tribulaun ist mit seinen 3.097 Metern nicht nur die höchste Erhebung im Tribulaunkamm, sondern aufgrund seiner markanten Form auch die Auffälligste. Obwohl er ein ganzes Stück von den eigentlichen Dolomiten entfernt liegt, besteht er dennoch aus dem selben Gestein. Nicht nur das, am Pflerscher Tribulaun hat Déodat de Dolomieu die Dolomiten in gewisser Hinsicht sogar entdeckt. Die Gesteinsproben, welche er zur weiteren Untersuchung nach Genf brachte und die später als Dolomit bekannt werden sollten, hatte er hier am Fuße des Tribulaun gesammelt. Seine kühne Form, die tatsächlich an die Dolomiten erinnert, macht ihn zu einem der schwierigsten Gipfel, die man in den Stubaier Alpen besteigen kann. Der einfachste Anstieg verlangt Kletterei im III. Schwierigkeitsgrad.

Die Tour

Pflerscher Tribulaun - Normalweg: Ausgangspunkt für unsere Besteigung ist das Pflerschtal bei Sterzing. Mit dem Auto kann man auf der Zufahrtsstraße der Ochsenhütte noch ein Stück dem nicht asphaltierten Weg bis zu einem Parkplatz folgen. Ab hier überquert man gleich den Bach und folgt dem Steig Nr. 8 bis zur Tribulaunhütte auf 2.368 Metern. Es lohnt sich hier eine Übernachtung einzuplanen und diese lange Tour auf zwei Tage aufzuteilen. Am nächsten Morgen geht es von der Hütte in kürze bis zum Einstieg der Tour. Es folgen kurzweilige Kletterpassagen und ausgesetzte Gehpassagen. Trittsicherheit und etwas Gespür für dieses Gelände sind erforderlich. Wir werden den gesamten Aufstieg natürlich im Seil gesichert bewältigen. Oft ist das Gestein zwar brüchig, was das Gesamterlebnis dieser wunderschönen Tour jedoch keinesfalls trübt. Die klettertechnisch schwierigsten Passagen im III. Schwierigkeitsgrad befinden sich knapp unterhalb des Gipfels. Oben angelangt befindet man sich auf einem genialen Aussichtsberg und hat einen unvergesslichen Aufstieg hinter sich gebracht. Noch einmal volle Konzentration heißt es beim Abstieg. Über einige Abseilstellen folgt der Abstieg dem Routenverlauf des Aufstiegsweges zurück zur Tribulaunhütte.

Leistungen

Diese Leistungen sind im Preis dabei:

- Gesamte Organisation und Führung durch einen staatlich geprüften Bergführer

- Kostenlose Leihausrüstung

- Alle erforderlichen Reservierungen werden vorab gemacht

 

Zusatzkosten für die Teilnehmer:

- Übernachtung auf der Hütte

- Transfers vom und zum Treffpunkt

Informationen

Fakten

Ort:

Stubaier Alpen

 

Beste Jahreszeit:

Juli - September

 

 

Dauer:

2 Tage
8 Stunden (ab Tribulaunhütte)

 

Treffpunkt:

Parkplatz Zufahrtsstraße Ochsenhütte - Pflerschtal

Anforderungen

Sicherheisrelevant

- Klettern im III. Grad

- Trittsicherheit auch auf losem Geröll

 

Genussrelevant

- Schwindelfreiheit

- sehr gute Kondition für einen langen Klettertag mit anstrengendem Zu- und Abstieg

Preis

 
Teilnehmer:

1-2 Personen

Preis:

1 Person:
2 Personen:

500,- €
300.- €

Falls du unsicher bist oder Fragen hast kannst du einfach ganz unverbindlich eine Anfrage stellen:

 

Termine:

auf Anfrage

Programm

Wir treffen uns entweder auf dem Parkplatz, der sich an der Zufahrtsstraße zur Ochsenhütte im Talschluss des Pflerschtals befindet, oder direkt auf der Tribulaunhütte.

Der Weg zur Hütte startet am Parkplatz direkt über den Bach und in danach einfach dem Weg Nr. 8 folgen (2-3 Stunden vom Parkplatz).

Von der gemütlichen Tribulaunhütte starten wir am nächsten Morgen direkt zum Einstieg für die Route auf den Tribulaun.

Am Beginn der Schwierigkeiten binden wir uns in das Seil ein und beginnen einen aufregenden und kurzweiligen Aufstieg über abwechslungsreiches Gelände.

Dabei wechseln sich einfachere Kletterpassagen mit ausgesetzten Gehpassagen ab. Gegen Ende der Route wird es nochmal steiler und die klettertechnisch schwierigsten Passagen warten kurz unterhalb des Gipfels auf uns.

Im III. Grad sind diese zu überwinden, bevor der grandiose Ausblick vom Gipfel des Tribulaun und das wunderbare Panorama für die Mühen des Aufstiegs ordentlich entlohnen.

Hinunter geht es wieder entlang der Aufstiegsroute. Dabei werden wir an einigen Stellen auch abseilen. Zurück im Tal kann man auf die Besteigung eines der schönsten und anspruchsvollsten Gipfel der gesamten Stubaier Alpen stolz sein.

 
Die Geschichte der Erstbesteigung

Aus dem Jahre 1869 sind erste Besteigungsversuche durch englische Bergsteiger mit Hilfe von Schweizer Führern dokumentiert. Diese scheiterten jedoch ausnahmslos und so wurde der Pflerscher Tribulaun für unbesteigbar erklärt. Am 21. September 1872 erreichte jedoch Heinrich Waltzenbauer mit seinem Führer G. Pittracher den Ostgipfel. 1874 schließlich gelang Johann Grill mit den Münchner Touristen G. Hofmann und N. Winhart die Besteigung der Hauptgipfels von Gschnitz aus über den heutigen Normalweg, wobei Grill und Hofmann barfuß kletterten. Ein Jahr später wurde der Berg erstmals von Pflersch aus erstiegen und damit der bis heute beliebteste Anstieg erschlossen.