
1804
3.905 mt.
Josef Pichler, Johann Leitner, Johann Klausner
ORTLER
Normalweg (PD+, III, 40°)

Südtirolalpin
Staatl. geprüfte Berg- und Skiführer IVBV
Verband der Südtiroler Berg- und Skiführer
Mail suedtirolalpin@gmail.com

Preise ab
450,- €
DER BERG
Der Ortler ist ein Berg mit besonderem Charakter – es gibt keinen einfachen Weg auf den höchsten Gipfel Südtirols.
3.905 m · Schwierigkeit PD+, III, 40° · 2 Tage · Südtirol
Der Ortler überragt östlich des Piz Bernina alle Gipfel der Alpen und kratzt mit seinen 3.905 Metern an der 4.000-Meter-Marke. Ein großer Gipfel, der es seinen Besteigern von keiner Seite leicht macht, den höchsten Punkt zu erreichen. Egal, ob man von Sulden oder von Trafoi aus startet: Ohne Klettereinlagen und Gletscherüberquerungen geht es nicht.
Der Ortler fordert den Alpinisten und bietet dadurch auch ein starkes Glücksgefühl, sobald man am Gipfel steht und das Panorama genießen kann. Gerade diese Mischung aus Fels, Eis und Höhe macht den Reiz der Tour aus. Es ist keine einfache Hochtour zum Abhaken, sondern ein echter Klassiker in Südtirol, der Respekt verlangt und lange im Kopf bleibt.
DIE TOUR
Der Ortler-Normalweg ist der einfachste Anstieg auf den Ortler – einfach im Vergleich zu den anderen Routen, nicht einfach im eigentlichen Sinn. Genau das macht diese Tour so spannend. Wer Südtirols höchsten Gipfel über den Normalweg besteigt, bekommt ein beeindruckendes Gesamtpaket aus genussvoller Gratkletterei bis zum III. Schwierigkeitsgrad, imposanten Gletschern, steileren Passagen und Tiefblicken, die man nicht so schnell vergisst.
Als Stützpunkt dient die einzigartig auf einem Felsgrat gelegene Payerhütte auf über 3.000 Metern. Sie gehört für viele fast schon genauso zur Tour wie der Gipfel selbst. Der Zustieg, die Nacht auf der Hütte und der frühe Start am nächsten Morgen machen den Charakter dieser Hochtour aus. Gerade dadurch fühlt sich der Ortler nicht wie irgendein Gipfel an, sondern wie ein ganz besonderes Ziel im Gipfelbuch eines jeden Alpinisten.
Eine Hochtour, die abwechslungsreicher kaum sein könnte: Fels, Eis, ausgesetzte Stellen und am Ende der höchste Punkt des Landes. Wer dafür die nötige Kondition und Bergerfahrung mitbringt, erlebt am Ortler einen ganz großen Klassiker.
INFOS
Leistungen
Im Preis inbegriffen:
- Gesamte Organisation und Führung durch einen staatlich geprüften Bergführer
- Alle erforderlichen Reservierungen werden vorab gemacht
Zusatzkosten für die Teilnehmer:
- Transfer vom und zum Treffpunkt
- Hüttenübernachtung mit HP auf der Payerhütte (ca. 60,- €)
- evtl. Seilbahnticket
- Spesen (Hütte) für den Bergführer
- Individuelle Trinkgelder
* Leihausrüstung (10,-€ pro Ausrüstungsgegenstand)
Fakten
Ort:
Ortlergruppe
Beste Jahreszeit:
Mitte Juni - Ende September
Dauer:
2 Tage
Treffpunkt:
Sulden - Parkplatz Talstation Langenstein Sessellift
oder
auf der Payerhütte
Anforderungen
Sicherheisrelevant
- Sicheres gehen mit Steigeisen
- Trittsicherheit auf dem Felsgrat
- sehr gute Kondition für einen anstrengenden Gipfeltag mit Auf- und langem Abstieg
Genussrelevant
- Schwindelfreiheit
- Gute Akklimatisierung
PREIS
Teilnehmer:
1-2 Personen
Preis:
1 Person:
2 Personen:
750,- €
450,- €
Falls du Fragen hast oder weitere Infos benötigst, kannst du das im Kommentarfeld des Anfrageformulars dazuschreiben.
Vor deiner Anfrage: Bitte lies dir die "wichtigen Informationen" zu Risiken beim Bergsteigen sorgfältig durch.
Termine:
auf Anfrage
PROGRAMM
Tag 1: Zustieg zur Payerhütte
Wir treffen uns in Sulden an der Talstation des Sessellifts Langenstein oder direkt auf der Payerhütte bei selbstständigem Aufstieg. Der Zustieg ist perfekt ausgeschildert und führt auf Steig Nr. 4 vorbei an der Tabarettahütte weiter zur Payerhütte. So kommt man in Ruhe auf Touren und hat genug Zeit, oben anzukommen. Am Abend besprechen wir die Tour kurz und genießen dann gemütlich das Abendessen auf der Hütte.
Gehzeit: 3 H | ↑ 700 HM
⌂ Payerhütte (3.029 m)
Tag 2: Gipfel am Ortler
Am nächsten Morgen gibt es zeitig Frühstück auf der Hütte, dann geht es los mit dem Aufstieg auf den Ortler. Über schöne Kletterstellen und eindrückliche Passagen steigen wir über den Grat bis zum Beginn des Gletschers. Ständig am Seil gesichert, kannst du die Tour voll auskosten. Über den Gletscher geht es in mehreren Steilstufen vorbei am Lombardi-Biwak und auf den oberen Ortlerferner. Dabei kommen wir auch an einigen imposanten Gletscherspalten vorbei. Im Laufe des Vormittags erreichen wir den Gipfel und damit den höchsten Punkt Südtirols.
Nach einer ausgiebigen Rast und Zeit für Erinnerungsfotos beginnen wir mit dem Abstieg. Es geht zurück über unsere Aufstiegsroute bis zur Payerhütte, wo es möglich ist, eine weitere Nacht zu bleiben oder nach einer kurzen Stärkung direkt weiter hinunter nach Sulden. Der Abstieg vom Gipfel bis ganz ins Tal ist mit rund 2.000 Höhenmetern lang und fordert bis zum Schluss Konzentration und Kondition.
Gesamtzeit: 10 H | ↑ 900 HM | ↓ 2.050 HM | Schwierigkeit: PD+, III, 40°
Info: Ohne Seilbahn verlängert sich der Zustieg um ca. 0.5 H und 500 HM.
Die Geschichte der Erstbesteigung
1804 reiste Erzherzog Johann von Österreich durch Tirol. Als er den Ortler vom Reschenpass aus erblickte beauftragte er den Beamten Johannes Gebhard die Erstbesteigung des Ortler zu organisieren. Dieser reiste nach Sulden und versprach den Bauern Geld für das finden eines Weges zum Gipfel. Mehrere Männer versuchten ihr Glück, insgesamt 6 Versuche im Bereich des heutigen Normalweges scheiterten. Am 26. September stellte sich Josef Pichler vor. Ein Gamsjäger aus Schluderns. Von Trafoi aus führte er die beiden Bergsteiger Klausner und Leitner über die "Hinteren Wandlen" in schwierigem und brüchigem Gelände auf den Gipfel. Ihre Route wurde jedoch nie zu einem der großen Hochtourenklassiker und wird heute überhaupt nicht mehr geklettert. Der Gipfel selbst ist jedoch beliebt und berüchtigt wie eh und je.

HÄUFIGE FRAGEN (FAQ´s)
Für wen ist die Ortler-Tour über den Normalweg geeignet?
Die Tour eignet sich für konditionsstarke Bergsteiger mit guter Trittsicherheit und Erfahrung im alpinen Gelände. Der Ortler ist trotz Normalweg keine leichte Tour – Kletterstellen, Gletscher und ein langer Abstieg gehören dazu.
Wo übernachten wir vor dem Gipfeltag?
Übernachtet wird auf der Payerhütte, dem klassischen Stützpunkt am Ortler-Normalweg. Wer möchte, kann nach der Tour auch noch eine weitere Nacht dort bleiben, bevor es wieder hinunter nach Sulden geht.
Was muss ich für die Tour mitbringen?
Die genaue Packliste kommt mit der Bestätigungsmail. Wichtig sind vor allem passende Bergschuhe und funktionelle Kleidung für eine Hochtour. Technische Ausrüstung kann bei deinem Südtiroler Bergführer gegen eine kleine Abnutzungsgebühr geliehen werden.










