
1862
4.357 mt.
Jean Baptiste Croz, Johann Kronig, Thomas Stuart Kennedy, William Wigram
DENT BLANCHE
Südgrat "Wandfluegrat" (AD, III)

Südtirolalpin
Staatl. geprüfte Berg- und Skiführer IVBV
Verband der Südtiroler Berg- und Skiführer
Mail suedtirolalpin@gmail.com

Preise ab
1.800,- €
DER BERG
Ein kühner Felszahn über dem Wallis – markant, eigenwillig und als Hochtour alles andere als geschenkt.
4.357 m · Schwierigkeit AD, III · 2 Tage · Walliser Alpen
„Der Haifischzahn“: So könnte man die Dent Blanche am besten mit einem Wort beschreiben. Ihre markante und kühne Form macht sie zu einem begehrten Gipfelziel. Doch sie ist nicht gerade einfach zu besteigen. Durchwegs schwierige Grate führen auf den 4.357 Meter hohen Gipfel.
Warum ausgerechnet dieser fast ausschließlich aus Fels bestehende Gipfel inmitten vieler Walliser Gipfel aus Schnee und Eis den Namen „weißer Zahn“ erhalten hat, liegt angeblich an einer Verwechslung mit der Dent d’Hérens, die einem Mönch vor langer Zeit bei der Abschrift einer Karte unterlaufen ist. Untermauert wird diese These dadurch, dass die Dent d’Hérens auch wesentlich mehr weiße Firnflächen aufweist als die Dent Blanche.
Früher war im deutschen Sprachraum überhaupt ein ganz anderer Name für diesen Gipfel gebräuchlich: „Steinbockhorn“. Dieser hat sich jedoch nicht durchgesetzt und wird nicht mehr verwendet.
DIE TOUR
Die Dent Blanche – Normalweg über den Wandfluegrat: Vom Gipfel der Dent Blanche verlaufen vier Grate genau in jede der vier Himmelsrichtungen. Der Südgrat ist dabei jener, der nicht ganz so steil ausgeprägt ist und allmählich in den Grat der Wandflue ausläuft.
Deshalb haben auch Croz und Kronig mit ihren Gästen Kennedy und Wigram am 18. Juli 1862 diesen Grat gewählt, um bei ihrem Versuch der Erstbesteigung erfolgreich zu sein. Und sie sollten recht behalten: Der Wandfluegrat hat sich als einfachster Anstieg herauskristallisiert und damit als Normalweg für die begehrte Besteigung dieses formschönen Gipfels.
Trotz der Bezeichnung Normalweg sollte dieser Anstieg jedoch keinesfalls unterschätzt werden und ist nur gut akklimatisierten Alpinisten mit genügend Hochtourenerfahrung vorbehalten. Bereits der Zustieg zur Cabane de la Dent Blanche ist lang und muss komplett aus eigener Kraft zurückgelegt werden. Hier gibt es keine Seilbahn, die den Zustieg verkürzen würde. Auch der Grat am folgenden Tag hat mit Kletterstellen bis zum III. Grad sowie einigen ausgesetzten Passagen einiges zu bieten und fordert all jene, die sich an diesem Gipfel versuchen.
INFOS
Leistungen
Im Preis inbegriffen:
- Gesamte Organisation und Führung durch einen staatlich geprüften Bergführer
- Alle erforderlichen Reservierungen werden vorab gemacht
Zusatzkosten für die Teilnehmer:
- 1x Übernachtung mit HP auf der Dent Blanche Hütte
- Transfer vom und zum Treffpunkt
- Spesen (Übernachtung) für den Bergführer
- Individuelle Trinkgelder
* Leihausrüstung (10,-€ pro Ausrüstungsgegenstand)
Fakten
Ort:
Walliser Alpen
Beste Jahreszeit:
Juli - September
Dauer:
2 Tage
Treffpunkt:
Ferpècle - Talschluss des Val d’Hérens
Anforderungen
Sicherheisrelevant
- Trittsicherheit
- sicheres Gehen mit Steigeisen und Pickel in steilem Firn sowie sicheres Klettern mit Steigeisen im Fels
Genussrelevant
- Gute Kondition und ausreichende Akklimatisierung vor der Tour
- Schwindelfreiheit
PREIS
Teilnehmer:
1 Person
Preis:
1 Person:
1.800,- €
Falls du Fragen hast oder weitere Infos benötigst, kannst du das im Kommentarfeld des Anfrageformulars dazuschreiben.
Vor deiner Anfrage: Bitte lies dir die "wichtigen Informationen" zu Risiken beim Bergsteigen sorgfältig durch.
Termine:
auf Anfrage
PROGRAMM
Tag 1: Hüttenzustieg
Wir treffen uns im Talschluss des Val d’Hérens bei Ferpècle im gleichnamigen Seitental des Val d’Hérens. Hier gibt es am Ausgangspunkt einen Parkplatz, wo wir unser Material sortieren, checken und im Anschluss den langen, landschaftlich jedoch beeindruckenden Zustieg zur Dent Blanche Hütte in Angriff nehmen. Nach gut 6 Stunden Aufstieg haben wir der Dent Blanche bereits mehr als 1.600 Höhenmeter abgerungen. Auf der Hütte machen wir es uns gemütlich und schonen unsere Kräfte für einen weiteren anstrengenden Gipfeltag.
Gehzeit: 6 H | ↑ 1.700 HM
⌂ Dent Blanche Hütte
Tag 2: Gipfel Dent Blanche
Frühmorgens genießen wir das Frühstück auf der Hütte und beginnen anschließend mit dem Aufstieg. Im Schein unserer Stirnlampen steigen wir in gemischtem Gelände zur Wandfluelücke auf: erst eine Felspassage zum Aufwärmen, dann Firnfelder. Der hier beginnende Wandfluegrat bietet besten Gneis, an dem wir emporklettern. Immer wieder sind vereiste Firnfelder zu überwinden sowie einige Grattürme zu überklettern. Kurzweilig und inmitten einer großartigen Hochgebirgslandschaft kommen wir dem Gipfel immer näher. Nach einem letzten Firngrat stehen wir schließlich auf dem höchsten Punkt der Dent Blanche und genießen das Panorama. Der anschließende Abstieg verläuft entlang der Aufstiegsroute und zieht sich noch einmal ordentlich in die Länge.
Gesamtzeit: 12,5 H | ↑ 850 HM | ↓ 2.550 HM | Schwierigkeit: AD, III
Info: Gerne kann ich dir auf Anfrage eine weitere Nacht auf der Dent Blanche Hütte reservieren, um den langen Abstieg wesentlich gemütlicher auf zwei Tage aufzuteilen. Ich würde dich am Gipfeltag im Abstieg bis zur Hütte begleiten und nach einem Anstoßen auf die gelungene Tour meinen Abstieg ins Tal fortsetzen. So kannst du den Tag auf der Hütte entspannt ausklingen lassen und die Tour noch etwas mehr genießen.
Die Geschichte der Erstbesteigung
Der Gipfel der Dent Blanche wurde erstmals 1862 über den auch heute noch einfachsten Anstieg - und deshalb auch den üblichen Normalweg über den Südgrat oder auch Wandfluegrat genannt - bestiegen. Es waren die beiden Bergführer Jean Baptiste Croz und Johann Kronig, die am 18. Juli die beiden britischen Gäste Thomas Stuart Kennedy und William Wigram auf den 4.356 Meter hohen Gipfel führten. Die weiteren Grate wurden dann mit dem Ostgrat ("Viereselsgrat") 1882, sowie dem technisch noch anspruchsvolleren Westgrat ("Ferpéclegrat") 1889 erst einige Jahre später durchstiegen. Überhaupt erst 1966 gelang die Erstbegehung der Nordwand, die heute noch als eine der wildesten Unternehmungen im Wallis gilt.

HÄUFIGE FRAGEN (FAQ´s)
Wie anspruchsvoll ist die Dent Blanche über den Normalweg?
Die Dent Blanche ist eine ernsthafte Hochtour. Der Normalweg über den Wandfluegrat ist mit AD, III bewertet und verlangt Ausdauer, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und solide Hochtourenerfahrung.
Kann man den langen Abstieg aufteilen?
Ja, das ist auf Anfrage gut möglich. Gerne kann eine zusätzliche Nacht auf der Dent Blanche Hütte reserviert werden. So wird der Abstieg deutlich entspannter und die Tour lässt sich gemütlicher gestalten.
Was muss ich an Ausrüstung mitbringen?
Die genaue Packliste bekommst du mit der Bestätigungsmail. Wichtig sind vor allem passende Hochtourenschuhe und warme Kleidung. Technische Ausrüstung kann beim Bergführer gegen eine kleine Abnutzungsgebühr geliehen werden.








