
1820
2.962 mt.
Josef Naus, Johann Tauschl, Messgehilfe Maier
ZUGSPITZE
Durch das Reintal

Südtirolalpin
Staatl. geprüfte Berg- und Skiführer IVBV
Verband der Südtiroler Berg- und Skiführer
Mail suedtirolalpin@gmail.com

Preise ab
290,- €
DER BERG
Auf dem Weg durch das Reintal zeigt die Zugspitze noch ihre ruhige, weite und überraschend wilde Seite.
2.962 m · Schwierigkeit A/B (Klettersteig) · 2 Tage · Wettersteingebirge
Die Zugspitze ist mit 2.962 Metern der höchste Gipfel im Wettersteingebirge und gleichzeitig Deutschlands höchste Erhebung. Trotz der Erschließung mit insgesamt drei Seilbahnen haben die Zugspitze und das umliegende Gelände eine wunderbare Landschaft mit vielen Überraschungen zu bieten.
Zwei Gletscher – Nördlicher Schneeferner sowie Höllentalferner (der Südliche Schneeferner verlor bereits 2022 seinen Status als Gletscher, den beiden verbliebenen Gletschern wird schon bald dasselbe passieren), dazu eine karge Hochfläche, das Zugspitzplatt mit zahlreichen Höhlen, steile Felswände für Kletterer, lange Grate sowie tiefe Täler und wilde Schluchten. Durch die Seilbahnen gelangen viele Menschen und Seilbahntouristen mühelos auf den Gipfel. Dafür ist es in den verschiedenen Anstiegen, in den Wänden und auf den Graten umso ruhiger und einsamer.
Genau das macht den Anstieg durch das Reintal so besonders: ein langer, konditionell fordernder Weg, der sich Schritt für Schritt steigert und den höchsten Gipfel Deutschlands nicht einfach nur erreichbar macht, sondern wirklich erlebbar.
DIE TOUR
Der Normalweg durch das Reintal ist der klassische Anstieg auf die Zugspitze – und genau deshalb noch lange nicht langweilig. Im Gegenteil: Die Route, die bereits die Erstbesteiger Josef Naus und sein Bergführer Johann Tauschl mit dem Messgehilfen und Träger Maier im Jahr 1820 eingeschlagen haben, ist einer der längsten Anstiege auf die Zugspitze, wenn man den Gipfel aus eigener Kraft erreichen will.
Gerade das macht den Reiz aus. Die Tour zieht sich durch das Reintal stetig hinein ins Herz des Wettersteingebirges, wird nach oben hin karger und alpiner und bietet landschaftlich jede Menge Abwechslung. Von Talböden und Schluchten bis hin zum weiten Zugspitzplatt ist alles dabei. Man merkt auf dieser Route sehr schön, wie groß dieser Berg eigentlich ist.
Zugleich ist es der einfachste Anstieg auf die Zugspitze und damit auch für weniger versierte Bergsteiger eine gute Möglichkeit, Deutschlands höchsten Gipfel aus eigener Kraft zu besteigen. Einfach heißt hier aber nicht kurz: Kondition, Ausdauer und die Freude an einem langen Bergtag sollte man auf jeden Fall mitbringen.
INFOS
Leistungen
Im Preis inbegriffen:
- Gesamte Organisation und Führung durch einen staatlich geprüften Bergführer
- Alle erforderlichen Reservierungen werden vorab gemacht
Zusatzkosten für die Teilnehmer:
- 1x Hüttenübernachtung mit HP auf der Reintalangerhütte
- Seilbahnticket für die Talfahrt
- Transfer vom und zum Treffpunkt
- Spesen (Übernachtung, Seilbahn) für den Bergführer
- Individuelle Trinkgelder
* Leihausrüstung (10,-€ pro Ausrüstungsgegenstand)
Fakten
Ort:
Wettersteingebirge
Beste Jahreszeit:
Ende Juni - Anfang Oktober
Dauer:
2 Tage
Treffpunkt:
Garmisch Partenkirchen - Olympiastadion
Anforderungen
Sicherheitsrelevant
- Trittsicherheit
Genussrelevant
- Gute Kondition für Tagesetappen mit bis zu 1.550 Höhenmeter und 6 Stunden Gehzeit
- Schwindelfreiheit
PREIS
Teilnehmer:
max. 6 Personen
Preis:
1 Person:
2 Personen:
3 Personen:
4 Personen:
5 Personen:
6 Personen:
950,- €
570,- €
430,- €
360,- €
310,- €
290,- €
Falls du Fragen hast oder weitere Infos benötigst, kannst du das im Kommentarfeld des Anfrageformulars dazuschreiben.
Vor deiner Anfrage: Bitte lies dir die "wichtigen Informationen" zu Risiken beim Bergsteigen sorgfältig durch.
Termine:
auf Anfrage
PROGRAMM
Tag 1: Aufstieg zur Hütte
Wir treffen uns direkt beim Olympiastadion von Garmisch-Partenkirchen und treten nach einem kurzen Ausrüstungscheck direkt unseren Aufstieg durch die beeindruckende Partnachklamm an. Nach etwa 3 Stunden erreichen wir die Bockhütte, die zu einer kurzen Stärkung einlädt. Im Anschluss führt unser Weg weiter entlang der Partnach in wunderbarer Landschaft bis zur Reintalangerhütte, unserem Tagesziel. In der gemütlichen Hütte können wir unsere Kräfte regenerieren und für den kommenden Tag neue Kraft tanken – in einer Umgebung, in der man gern noch ein bisschen länger vor der Hütte sitzen bleibt.
Gehzeit: 6 H | ↑ 700 HM
⌂ Reintalangerhütte
Tag 2: Gipfelaufstieg Zugspitze
Zeitig gibt es Frühstück auf der Reintalangerhütte, dann brechen wir in Richtung Gipfel auf. Es geht vorbei an der Knorrhütte und weiter auf das steile, zum Teil karge Zugspitzplatt. Der Blick schweift hinüber zum Jubiläumsgrat – vielleicht eines der nächsten Projekte und Träume. Heute geht es aber erst einmal weiter in das schwierigste Teilstück: den versicherten Schlussanstieg zum Gipfel. Auch diese letzte Hürde stellt uns vor gut machbare Herausforderungen, bevor wir oben von den unzähligen Seilbahntouristen empfangen werden. Welch eine Genugtuung, diesen Gipfel aus eigener Kraft bestiegen zu haben. Den Abstieg nehmen wir dann gemütlich mit der Bahn in Angriff – das haben wir uns nach einem der längsten Anstiege auf Deutschlands höchstem Gipfel redlich verdient.
Gesamtzeit: 5 H | ↑ 1.600 HM | Schwierigkeit: A/B (Klettersteig)
Info: Ohne Seilbahn verlängert sich der Abstieg um ca. 7 H und 2.200 HM.
Die Geschichte der Erstbesteigung
Im Auftrag von König Maximilian I. sollte die Zugspitze von den "Königlich Bairischen Topographischen Bureaus" für den "Atlas von Bayern" vermessen werden. Man wollte sich vergewissern, dass die Zugspitze tatsächlich die höchste Erhebung im Land ist. Der erst 27 jährige Tiroler Josef Naus wird damit beauftragt. Nach mehreren Wochen mit mühsamen Erkundungen ist es am 26. August soweit. Gemeinsam mit dem Bergführer Johann Tauschl sowie seinem Messgehilfen und Träger Maier starten sie zum Gipfel. Sie erreichen ihn am 27. August über den Zugspitzplatt und den Schneeferner. Kurz darauf geraten sie in ein heftiges Gewitter und können sich mühsam retten. Ihr Vermessungsauftrag jedoch scheitert aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse.
HÄUFIGE FRAGEN (FAQ´s)
Ist der Reintal-Anstieg auf die Zugspitze technisch schwierig?
Der Anstieg durch das Reintal ist technisch lange eher eine Bergwanderung, fordert aber viel Kondition. Am Gipfeltag wartet im oberen Teil ein versicherter Abschnitt mit Schwierigkeit A/B, in dem Trittsicherheit und Schwindelfreiheit wichtig sind.
Wie läuft der Abstieg nach dem Gipfel ab?
Nach dem Gipfelerfolg fahren wir gemütlich mit der Seilbahn ins Tal. Das passt gut zur Länge der Tour, denn der Aufstieg auf die Zugspitze ist schon fordernd genug. Ohne Bahn wäre der Abstieg deutlich länger.
Was soll ich für die Tour mitnehmen?
Wichtig sind vor allem feste Bergschuhe und passende Bekleidung für einen langen Bergtag. Die genaue Packliste kommt mit der Bestätigungsmail. Technische Ausrüstung kann bei den Südtiroler Bergführern gegen eine kleine Abnutzungsgebühr geliehen werden.

