
1865
3.937 mt.
Adolphus Warburton Moore, Horace Walker, Jakob Anderegg
PIZ ROSEG
Eselsgrat (AD-, III)

Südtirolalpin
Staatl. geprüfte Berg- und Skiführer IVBV
Verband der Südtiroler Berg- und Skiführer
Mail suedtirolalpin@gmail.com

Preise ab
780,- €
DER BERG
Ein ruhiger, großer Berg in der Berninagruppe – und der Eselsgrat ist eine Route, die zu begeistern weiß.
2 Tage · Schwierigkeit AD-, III
Kein Bergmassiv in den Ostalpen hat derart hohe Gipfel zu bieten wie das Berninamassiv. Im Gegensatz zum Piz Bernina schrammt der Piz Roseg jedoch knapp an der magischen Viertausendergrenze vorbei. Das bedeutet aber auch, dass er trotz seiner mächtigen Form und beeindruckenden Schönheit bei Weitem nicht die Aufmerksamkeit unter Alpinisten bekommt, die er eigentlich verdienen würde – was gar nicht schlecht ist.
So hat man an diesem wunderbaren Berg oft seine Ruhe und kann den Anstieg über den anspruchsvollen Eselsgrat in vollen Zügen genießen – ganz ohne Stau und ohne das übliche Gedränge anderer Seilschaften. Gerade das macht diese Tour für mich so besonders: ein großer Gipfel, eine lange Linie und ein Anstieg, der vom ersten Hüttentag bis hinauf zum höchsten Punkt richtig nach Hochtour schmeckt.
DIE TOUR
Der Piz Roseg über den Eselsgrat ist eine lange und anspruchsvolle Tour, die den Alpinisten komplett fordert. Schon der Hüttenzustieg ist nicht kurz, und auch am Gipfeltag wartet eine weite Strecke, die eine gute Kondition verlangt. Die große Höhe von fast 4.000 Metern erfordert außerdem eine gute Akklimatisierung.
Hinzu kommen ein spaltenreicher Gletscher, der Trittsicherheit voraussetzt, und ein anspruchsvoller Felsgrat mit Kletterschwierigkeiten im III. Grad. Im Gipfelbereich ist zudem sicheres Gehen mit Steigeisen und Pickel notwendig, da wir uns an steilen Schnee- und Eisflanken bewegen. Genau diese Mischung macht den Reiz der Tour aus: erst der lange Anmarsch, dann Gletscher, Fels und zum Schluss noch der hochalpine Gipfelaufbau.
Dafür wird man mit einer der besten und lohnendsten Touren auf einen der schönsten Gipfel der Ostalpen belohnt. Für alle, die sich den Herausforderungen gewachsen fühlen, ist der Piz Roseg über den Eselsgrat eine echte Traumtour.
INFOS
Leistungen
Im Preis inbegriffen:
- Gesamte Organisation und Führung durch einen staatlich geprüften Bergführer
- Alle erforderlichen Reservierungen werden vorab gemacht
Zusatzkosten für die Teilnehmer:
- 1x Hüttenübernachtung mit HP auf der Tschiervahütte
- Transfer vom und zum Treffpunkt
- optional: Kutschenfahrt durch das Val Roseg
- Spesen (Übernachtung, SKutsche) für den Bergführer
- Individuelle Trinkgelder
* Leihausrüstung (10,-€ pro Ausrüstungsgegenstand)
Fakten
Ort:
Berninagruppe
Beste Jahreszeit:
Juli - September
Dauer:
2 Tage
Treffpunkt:
Pontresina - Zugbahnhof
Anforderungen
Sicherheisrelevant
- Trittsicherheit
- Sicheres Gehen mit Steigeisen und Gletscherpickel
- Klettern im III. UIAA Grad
- Gute Kondition für eine Tourendauer von 12 Stunden (Auf- und Abstieg) mit 1.500 Höhenmeter am Gipfeltag
Genussrelevant
- Schwindelfreiheit
- Gute Akklimatisierung
PREIS
Teilnehmer:
1-2 Personen
Preis:
1 Person:
2 Personen:
1.300,- €
780,- €
Falls du Fragen hast oder weitere Infos benötigst, kannst du das im Kommentarfeld des Anfrageformulars dazuschreiben.
Vor deiner Anfrage: Bitte lies dir die "wichtigen Informationen" zu Risiken beim Bergsteigen sorgfältig durch.
Termine:
auf Anfrage
PROGRAMM
Tag 1: Zustieg zur Hütte
Vom Bahnhof in Pontresina aus, wo wir uns treffen und einen kurzen Ausrüstungscheck durchführen, geht es zunächst eine ganze Weile flach durch das Val Roseg bis zum Hotel Roseg. Hier besteht auch die Möglichkeit, sich diesen Fußmarsch ganz standesgemäß mit einer Kutschenfahrt zu sparen. Ab dem Hotel Roseg beginnt der Zustiegsweg in Richtung Tschiervahütte. Zunächst geht es noch an einzelnen Bäumen und Wiesen vorbei, dann wird das Gelände in Richtung Hütte immer schroffer und karger, und wir kommen langsam, aber sicher ins Hochgebirge. Die letzten Höhenmeter zur Hütte legen wir auf der Moräne des Vadret da Tschierva zurück, der zwar nach wie vor sehr mächtig ist, sich jedoch bereits weit zurückgezogen hat.
Gehzeit: 4,5 H | ↑ 800 HM
⌂ Tschiervahütte
Tag 2: Über den Eselsgrat
Wie bei Hochtouren üblich, wird auch auf der Tschiervahütte früh am Morgen das Frühstück serviert, und wir starten im Anschluss im Schein unserer Stirnlampen hinunter auf den Tschiervagletscher. Diesen queren wir und gelangen über eine Felspassage in Richtung Piz Umur. Über einen weiteren spaltenreichen Gletscher steigen wir höher und erreichen den Einstieg des Eselsgrats nach etwas mehr als drei Stunden. Nun beginnt die Kletterei in feinstem Granit, die uns für die nächsten Stunden beschäftigen wird. Über steile Schnee- und Eisflanken geht es weiter auf die Schneekuppe und auf den Hauptgipfel des Piz Roseg. Hier genießen wir das gewaltige Bergkino, bevor wir entlang der Aufstiegsroute wieder absteigen. Am Eselsgrat gibt es mehrere Abseilstellen.
Gesamtzeit: 12 H | ↑ 1.500 HM | ↓ 2.300 HM | Schwierigkeit: AD-, III
Die Geschichte der Erstbesteigung
Die Erstbesteigung des Piz Roseg gelang am 28. Juni 1865 den Engländern Adolphus Warburton Moore und Horace Walker gemeinsam mit ihrem Bergführer Jakob Anderegg. Auch heute noch folgt man bei einer Besteigung des Piz Roseg über den Normalweg den Spuren dieser Erstbesteigung. Durch das Val Roseg über den Nordgrat, auch Eselsgrat, Middlemoregrat oder in rätoromanisch la cresta genannt, auf den Gipfel. Traurige Berühmtheit hat der Piz Roseg zudem erhalten, da an seiner Nordwand einer der besten und bekanntesten Steilwandskifahrer, der Südtiroler Heini Holzer, am 4. Juli 1977 tödlich abstürzte - beobachtet durch das Fernglas vom damaligen Hüttenwirt der Tschiervahütte.

HÄUFIGE FRAGEN (FAQ´s)
Wie anspruchsvoll ist die Tour auf den Piz Roseg über den Eselsgrat?
Die Tour ist lang und fordernd. Du brauchst eine sehr gute Kondition und sicheres Bewegen im hochalpinen Gelände. Am Eselsgrat warten außerdem Kletterstellen bis zum III. Grad sowie steilere Schnee- und Eispassagen.
Ist die Tour auch ohne gute Akklimatisierung sinnvoll?
Eine gute Akklimatisierung ist für den Piz Roseg klar von Vorteil. Wir bewegen uns fast bis an die Viertausendergrenze heran, und gerade auf langen Gipfeltagen merkt man schnell, ob man sich in der Höhe wohlfühlt oder nicht.
Was muss ich an Ausrüstung mitbringen?
Die genaue Packliste bekommst Du mit der Bestätigungsmail. Wichtig sind vor allem passende Hochtourenschuhe und Bekleidung für einen langen Gipfeltag. Technische Ausrüstung kann bei Südtirolalpin gegen eine kleine Abnutzungsgebühr geliehen werden.








