
1854
3.851 mt.
Stephan Steinberger
KÖNIGSSPITZE
Normalweg (AD, 45°)

Südtirolalpin
Staatl. geprüfte Berg- und Skiführer IVBV
Verband der Südtiroler Berg- und Skiführer
Mail suedtirolalpin@gmail.com

Preise ab
540,- €
DER BERG
Die Königsspitze ist im Dreigestirn hoch über Sulden wohl der Berg mit der eindrücklichsten Erscheinung.
3.851 m · Schwierigkeit AD, 45° · 2 Tage · Ortler-Alpen
Der mächtige Felsblock des Ortler, der zwar der höchste der drei ist, hat eine wesentlich weniger beeindruckende Gestalt als die schlanke, steile und kühne Königsspitze. Dementsprechend anspruchsvoll ist auch ihre Besteigung.
Im Sommer sind die objektiven Gefahren durch Steinschlag groß, sodass in der Regel nur ein kurzes Zeitfenster für eine sichere Besteigung zur Verfügung steht. Gerade die sommerliche Ausaperung kann die Steinschlaggefahr deutlich erhöhen.
Trotzdem – oder gerade deshalb – übt die Königsspitze einen ganz besonderen Reiz auf uns Bergsteiger aus, und viele träumen davon, einmal auf dem Gipfel dieses formschönen und gleichzeitig zweithöchsten Berges Südtirols zu stehen.
DIE TOUR
Die Königsspitze zählt zu den markantesten Bergen der Ortler-Alpen – schlank, steil und mit einer Linie, die man schon von Weitem sofort erkennt. Im Dreigestirn mit Ortler und Zebru ist sie für viele der formschönste Gipfel. Genau das macht ihren Reiz aus, aber eben auch ihren ernsten Charakter.
Vom Fornokessel geht es zur Pizzinihütte, wo wir übernachten. Am nächsten Morgen steigen wir über den Cedecferner in Richtung Schulter an. Je nach Verhältnissen führt die Route über Firn oder bei Ausaperung über Fels. Danach ziehen die steilen Flanken hinauf zur oberen Schulter und weiter zum Grat. Gerade am Normalweg auf die Königsspitze sind gute Bedingungen entscheidend, weil die Steinschlaggefahr im Sommer schnell zunimmt. Aus diesem Grund führen wir die Tour nur bis Anfang Juli - oder maximal Mitte Juli je nach Verhältnissen und Schneelage.
INFOS
Leistungen
Im Preis inbegriffen:
- Gesamte Organisation und Führung durch einen staatlich geprüften Bergführer
- Alle erforderlichen Reservierungen werden vorab gemacht
Zusatzkosten für die Teilnehmer:
- Übernachtung auf der Pizzini Hütte
- Transfers vom und zum Treffpunkt
- Spesen (Übernachtung) für den Bergführer
- Individuelle Trinkgelder
* Leihausrüstung (10,-€ pro Ausrüstungsgegenstand)
Fakten
Ort:
Ortlergebirge
Beste Jahreszeit:
Juni - Juli
Dauer:
2 Tage
Gipfeltag 8 Stunden
Treffpunkt:
Parkplatz Talstation Seilbahn in Sulden
Anforderungen
Sicherheisrelevant
- Gletschererfahrung
- Sicheres Gehen mit Steigeisen
Genussrelevant
- Schwindelfreiheit
- Sehr gute Kondition für einen langen Tag auf höchster Konzentration
- 1150 Höhenmeter am Gipfeltag
PREIS
Teilnehmer:
1-2 Personen
Preis:
1 Person:
2 Personen:
900,- €
540,- €
Falls du Fragen hast oder weitere Infos benötigst, kannst du das im Kommentarfeld des Anfrageformulars dazuschreiben.
Vor deiner Anfrage: Bitte lies dir die "wichtigen Informationen" zu Risiken beim Bergsteigen sorgfältig durch.
Termine:
auf Anfrage
PROGRAMM
Tag 1: Zustieg Pizzinihütte
Der Treffpunkt für die Königsspitze ist im Fornokessel. Der Parkplatz ist gebührenpflichtig – Achtung: Das Ticket muss bereits unten vor der engen Straße gelöst werden, die in den Fornokessel führt. Vom Parkplatz geht es entlang der Zufahrtsstraße gemütlich in rund zwei Stunden zur Pizzinihütte. Der Zustieg ist bewusst einfach gehalten und gibt uns Zeit, in Ruhe anzukommen, die Hütte zu beziehen und den nächsten Tag vorzubereiten. Wir übernachten auf der Pizzinihütte, also direkt am Ausgangspunkt für den Gipfeltag.
Gehzeit: 2 H | ↑ 550 HM
⌂ Pizzinihütte (2.706 m)
Tag 2: Gipfeltag Königsspitze
Am zweiten Tag geht es von der Pizzinihütte in den Fornokessel und weiter auf den Cedec Ferner. Über eine steile Firn- oder bei Ausaperung auch Felsflanke steigen wir zur unteren Schulter auf. Ab hier geht es mit Steigeisen entlang bis zu 45° steiler Firnflanken weiter zur oberen Schulter und auf den Gipfelgrat. Von dort in Kürze auf den Gipfel der Königsspitze.
Der Abstieg erfolgt entlang der Aufstiegsspur bis zum Cedecgletscher und von dort wieder in einfachem Moränengelände zurück zur Pizzinihütte sowie nach einer kurzen Stärkung weiter zum Parkplatz. Gerade an der Königsspitze sind gute Verhältnisse entscheidend, weil die Route bei sommerlicher Ausaperung schnell deutlich heikler wird.
Gesamtzeit: 8,5 H | ↑ 1.150 HM | ↓ 1.650 HM | Schwierigkeit: AD, 45°
Die Geschichte der Erstbesteigung
Die Erstbesteigung durch Stephan Steinberger 1854, der ausgehend vom Stilfser Joch über die Südflanke der Königsspitze den Gipfel erreicht haben soll, ist bis heute umstritten. Seine Route hatte 2750 HM Aufstieg, sowie eine Strecke von 24 Kilometern, die er angeblich in 18 Stunden zurückgelegt haben soll. Louis Philipp Friedmann, ein österreichischer Alpinist, versuchte 1892 die Route nachzuvollziehen und benötigte trotz guter Verhältnisse viel länger für den Weg. Er hielt Steinbergers Schilderung für unglaubhaft. Neuere Erkenntnisse sprechen jedoch auch für Steinberger. Zum einen dürften die Verhältnisse 1854 wesentlich besser gewesen sein, zum anderen beschrieb er die Aussicht vom Gipfel sehr adäquat.

HÄUFIGE FRAGEN (FAQ´s)
Wie anspruchsvoll ist die Königsspitze?
Die Königsspitze ist eine ernste Hochtour mit steilen Firnflanken bis 45° und je nach Verhältnissen auch brüchigen Passagen bei Ausaperung. Gute Kondition, sicheres Gehen mit Steigeisen und Erfahrung auf Hochtouren sind wichtig.
Wo übernachten wir bei dieser Tour?
Wir übernachten auf der Pizzinihütte im Fornokessel. Das ist für diese Tour ideal, weil wir am Gipfeltag direkt von der Hütte in die Route aufbrechen und nach dem Abstieg wieder dorthin zurückkommen.
Was muss ich an Ausrüstung mitbringen?
Die genaue Packliste kommt mit der Bestätigungsmail. Wichtig sind vor allem passende Hochtourenschuhe und Bekleidung für eine lange Hochtour. Technische Ausrüstung kann bei Südtiroler Bergführern gegen eine kleine Abnutzungsgebühr geliehen werden.


















