
1864
4.102 mt.
Adolphus Warburton Moore, Horace Walker, Edward Whymper, Christian Almer, Michel Croz
BARRE DES ECRINS
Westgrat (PD+, II)

Südtirolalpin
Staatl. geprüfte Berg- und Skiführer IVBV
Verband der Südtiroler Berg- und Skiführer
Mail suedtirolalpin@gmail.com

Preise ab
1.100,- €
DER BERG
Ein stiller, großer Viertausender in den wilden Dauphiné-Alpen – genau das macht die Barre des Écrins so besonders.
4.102 m · Schwierigkeit PD+, II, 40° · 2 Tage · Dauphiné-Alpen
Die Barre des Écrins nimmt in der Liste der Viertausender eine besondere Rolle ein. Sie ist nicht nur der westlichste, sondern gleichzeitig auch der südlichste Viertausender der Alpen. Trotz dieser Sonderstellungen führt das gesamte Gebiet der Dauphiné-Alpen eher ein Schattendasein.
Die französischen Alpen werden zum größten Teil mit dem Mont-Blanc-Massiv in Verbindung gebracht. Doch das „Karakorum der Alpen“, wie die Dauphiné häufig auch genannt wird, hat eine gewaltige Bergwelt zu bieten. Eigentlich ist es sogar ein Segen, dass diese Gegend bei Weitem nicht die Aufmerksamkeit genießt, die sie bekommen könnte: So sind hier keine Menschenmassen wie in vielen anderen stark frequentierten Gegenden der Alpen unterwegs, und man kann diese wilde Landschaft noch in ihrem ursprünglichen Charakter erleben.
DIE TOUR
Die Barre des Écrins über den Westgrat ist der Normalweg auf diesen besonderen Viertausender. Landschaftlich ist der Anstieg großartig, und überhaupt zählt die gesamte Gebirgsgruppe der Dauphiné-Alpen zu den wildesten Gegenden im gesamten Alpenraum.
Dass ausgerechnet ihr höchster Gipfel auf einem verhältnismäßig wenig schwierigen Normalweg erreichbar ist, grenzt beinahe an ein Wunder. Trotzdem verlangt die Tour ihren Besteigern einiges ab und darf keinesfalls unterschätzt werden. In der Nordflanke gilt es, den zerklüfteten Glacier Blanc zu durchqueren, und zum Schluss wartet Kletterei am Grat, bevor wir den höchsten Punkt erreichen.
Gerade diese Mischung macht den Reiz der Tour aus: langer Hüttenzustieg, echtes Hochtourengelände, ein markanter Grat und am Ende der Blick über das „Karakorum der Alpen“. Die Barre des Écrins ist kein Modeberg – und genau das ist Teil ihres Charmes.
INFOS
Leistungen
Im Preis inbegriffen:
- Gesamte Organisation und Führung durch einen staatlich geprüften Bergführer
- Alle erforderlichen Reservierungen werden vorab gemacht
Zusatzkosten für die Teilnehmer:
- 1x Hüttenübernachtung mit HP im Refuge des Ecrins
- Transfer vom und zum Treffpunkt
- Spesen (Übernachtung) für den Bergführer
- Individuelle Trinkgelder
* Leihausrüstung (10,-€ pro Ausrüstungsgegenstand)
Fakten
Ort:
Dauphine
Beste Jahreszeit:
Juli - September
Dauer:
2 Tage
Treffpunkt:
Ailefroide - Refuge Cezanne
Anforderungen
Sicherheisrelevant
- Trittsicherheit
Genussrelevant
- Gute Kondition für 1.200 HM im Aufstieg am Gipfeltag
- Gute Akklimatisation
PREIS
Teilnehmer:
1-2 Personen
Preis:
1 Person:
2 Personen:
1.800,- €
1.100,- €
Falls du Fragen hast oder weitere Infos benötigst, kannst du das im Kommentarfeld des Anfrageformulars dazuschreiben.
Vor deiner Anfrage: Bitte lies dir die "wichtigen Informationen" zu Risiken beim Bergsteigen sorgfältig durch.
Termine:
auf Anfrage
PROGRAMM
Tag 1: Zustieg zur Hütte
Wir treffen uns beim Refuge Cézanne auf 1.874 Metern. Diesen Parkplatz erreicht man im Tal hinter der Ortschaft Ailefroide mit dem Auto. Nach einem kurzen Materialcheck beginnen wir mit dem Aufstieg zum Refuge des Écrins. Der Weg führt vorbei am Refuge du Glacier Blanc und weiter durch die eindrucksvolle Hochgebirgslandschaft zu unserem Stützpunkt für die Übernachtung. Nach etwa vier Stunden erreichen wir die Hütte.
Gehzeit: 4 H | ↑ 1.300 HM
⌂ Refuge des Écrins (3.175 m)
Tag 2: Gipfel über Westgrat
Am nächsten Morgen gibt es auf der Hütte bereits früh Frühstück. Im Anschluss starten wir im Schein unserer Stirnlampen hinaus in den anbrechenden Tag. Über den Glacier Blanc geht es zunächst flacher dahin, bevor das Gelände in der Flanke nördlich des Gipfels anzieht. Zwischen den Spaltenzonen steigen wir hinauf zur Lory-Scharte unterhalb des Dôme de Neige. Hier beginnt der Westgrat, das letzte Teilstück vor dem Gipfel. Oben angekommen genießen wir den Ausblick vom höchsten Punkt der Dauphiné und blicken hinab in diese wild zerklüftete Gebirgsgruppe. Der Abstieg verläuft wieder entlang der Aufstiegsroute zurück bis zum Parkplatz beim Refuge Cézanne.
↑ 950 HM | ↓ 2.250 HM | Schwierigkeit: PD+, II, 40°
Die Geschichte der Erstbesteigung
Die Barre des Écrins wurde ebenfalls im Zuge des "goldenen Zeitalters des Alpinismus" am 25. Juni 1864 durch die bekannten englischen Alpinisten Edward Whymper, Horace Walker und Adolphus Warburton Moore, welche oft monatelang durch die Alpen zogen und Erstbesteigungen an den höchsten Gipfeln durchführten, zusammen mit den ebenso berühmten Bergführern Michel Croz und Christian Almer, die den vielen englischen Bergsteigern ihre Wunschtouren ermöglichten, bestiegen. Sie wählten im Gipfelbereich die direkte Nordwand, welche heute vom Westgrat als Normalweg abgelöst wurde. Die Barre des Écrins hat einen besonderen Stellenwert unter den Viertausendern der Alpen, da er der westlichste von allen ist und gleichzeitig der einzige in der Dauphine.
HÄUFIGE FRAGEN (FAQ´s)
Wie anspruchsvoll ist die Barre des Écrins?
Die Tour ist eine ernsthafte Hochtour mit Gletscherpassagen und Kletterstellen am Westgrat. Kondition für zwei lange Tage und sicheres Gehen mit Steigeisen sind wichtig. Die technische Schwierigkeit liegt bei PD+, II, 40°.
Wo wird übernachtet?
Wir übernachten im Refuge des Écrins, dem idealen Stützpunkt für die Gipfelbesteigung. Die Hütte liegt hoch über dem Tal und verkürzt den Anstieg am Gipfeltag deutlich. So starten wir früh direkt ins Gelände am Glacier Blanc.
Was muss ich an Ausrüstung mitbringen?
Die genaue Packliste bekommst du mit der Bestätigungsmail. Wichtig sind vor allem passende Hochtourenschuhe und Bekleidung für kalte Morgenstunden. Technische Ausrüstung kann gegen eine kleine Abnutzungsgebühr geliehen werden.

