• andreas0102

Wildspitze (PD/I)


Wildspitze, Taschachhaus, Taschachferner, Normalweg, Südgipfel, Nordgipfel, Überschreitung

Die Wildspitze liegt in den Öztaler Alpen und ist mit 3.768 Metern der höchste Gipfel Nordtirols. Lediglich 30 Meter fehlen ihn zum Großglockner und machen ihn damit zum zweithöchsten Punkt Österreichs. 4 Verschiedene Möglichkeiten gibt es, um den Gipfel der Wildspitze zu erreichen: Von Vent in Ötztal aus über die Breslauer Hütte und dann entweder über das Mitterkarjoch auf den Südgipfel ober über den Rofenkarferner zunächst auf den Nordgipfel und über den kurzen Verbindungsgrat auf den etwas höheren Südgipfel. Weiters kann man vom Gletscherskigebiet der Pitztaler Gletscherbahnen beziehungsweise von der Braunschweigerhütte über das Mittelbergjoch auf den Tschachferner gelangen oder wie in unserem Fall mit dem Taschachhaus als Stützpunkt ebenfalls über den Taschachferner in Richtung Gipfel steigen.


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Wir parken unser Auto in Mittelberg im Talschluss des Pitztales an der Talstation der Pitztaler Stollenbahn welche auf das Gletscherskigebiet führen würde. Von hier geht es zu Fuß weiter und entlang der Zufahrtsstraße der Materialseilbahn über einen Forstweg gut 6 Kilometer durch das Taschachtal gemütlich Talein.



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Ab der Materialseilbahn führt dann ein Steig weiter bis zum Taschachhaus, das man nicht mehr als Hütte bezeichnen kann sondern ehern als alpines Hotel mit viel zusätzlichem Komfort. Es ist ein idealer Stützpunkt für Hochtouren-, Gletscher-, oder Alpinkurse jeglicher Art. Von 2005 bis 2008 wurde das Taschachhaus zum Ausbildungszentrum des DAV ausgebaut. Von Mittelberg aus erreicht man die Hütte in knapp 3 Stunden.


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Einmal in der Woche gibt es auf dem Taschachhaus ausschließlich vegetarische Gerichte. Genau an diesem Tag sind wir auf der Hütte. Die Gerichte sind wirklich lecker, zusätzlich gibt es noch ein umfangreiches Salatbuffet wofür das Taschachhaus bekannt ist. Gefrühstückt wird von den Bergsteigern, welche die Wildspitze auf dem Programm haben um 4 Uhr. Auch hier darf man sich wieder an einem umfangreichen Buffet bedienen. Sogar ein kleines Lunchpaket ist in der Halbpension inbegriffen.


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Anschließend machen wir uns auf den Weg in Richtung Taschachferner. Dazu folgen wir dem gut markierten Steig direkt hinter der Hütte zunächst etwas steiler und dann die Hänge unter dem Urkundkopf querend bis zu den Gletschermoränen des sich zurückziehenden Gletschers.


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Nun steht uns ein langer Anstieg über vereiste Flächen bevor. Es geht nie wirklich steil dahin, jedoch sind es satte 8 Kilometer Strecke sowie 1.200 Höhenmeter, die es in etwa 5 Stunden zurückzulegen gilt. Die beeindruckenden Gletscherbrücke werden geschickt umgangen und man ist in einer wunderbaren und eindrücklichen Gletscherwelt unterwegs. Allein schon dafür lohnt sich der Anstieg über diese Route.


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Gleichmäßig steigen wir höher. Schafft man es in einen guten Rhythmus zu kommen wird der Anstieg ein Genuss. Kurz vor dem felsigen Gipfelaufbau verlassen wir den Gletscher und klettern über den unschwierigen Grat (I-II), der beim näherkommen anspruchsvoller ausschaut als er sich letztendlich präsentiert, auf den Südgipfel.



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Nach einer kurzen Gipfelrast entscheiden wir uns dafür, die Wildspitze zu überschreiten und steigen über den kurzen Verbindungsgrat zum Nordgipfel. In Abstiegsrichtung links der Nordwand geht es nun steil nach unten. Eine Seilschaft die hier aufgestiegen ist, hat uns gute Tritte hinterlassen. Wir queren unter der Nordwand nach rechts aus und erreichen über die Spuren an der rechten Seite des Gletschers nach etwas mehr als 500 Höhenmetern wieder unsere Aufstiegsspur.


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Über bekannte Pfade geht es zurück zum Taschachhaus und hinunter zur Materialseilbahn. Um nicht weitere 6 Kilometer entlang der Forststraße aus dem Tal latschen zu müssen besteht hier die Möglichkeit für 15 Euro ein Fahrrad auszuleihen. Das lassen wir uns definitiv nicht nehmen und radeln genüsslich das letzte Stück unseres Weges zurück nach Mittelberg.


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Wildspitze
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Tags: Hochtour, Österreich, Pitztal, Ötztal, Wildspitze, Taschachhaus, Taschachferner

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